Kreis Günzburg: Fahrer übersieht Stauende: Acht Verletzte bei Unfall auf A8 

Bei einem schweren Verekehrsunfall auf der A8 zwischen Günzburg und Leipheim sind am späten Freitagnachmittag acht Menschen verletzt worden.

Wie die Polizei mitteilte, hatte ein 31 Jahre alter Autofahrer ein Stauende zu spät bemerkt und war trotz Vollbremsung und Ausweichmanöver in ein anderes Fahrzeug geprallt. Das Auto wurde durch die Wucht des Aufpralls in einen weiteren Pkw geschleudert.

Der Unfallverursacher sowie sieben Personen in den anderen Fahrzeugen wurden leicht verletzt. Zur Rettung der Verletzten sowie zur Absicherung und Reinigung der Unfallstelle war die freiwillige Feuerwehr Günzburg vor Ort. Alle drei Autos mussten abgeschleppt werden.

Den Gesamtschaden schätzt die Autobahnpolizei auf rund 17.000 Euro. Zur Bergung der Fahrzeuge war die Fahrbahn zeitweise vollständig gesperrt, wodurch sich ein Stau von bis zu zehn Kilometern Länge entstand.

Quelle: Kreis Günzburg: Fahrer übersieht Stauende: Acht Verletzte bei Unfall auf A8 – Nachrichten Günzburg – Augsburger Allgemeine – Stand: 21.05.2018 – 08: Uhr

Schnuttenbach: Motorradfahrer wird 16 Meter durch die Luft geschleudert 

Ein Unfall mit einem Motorrad und einem Auto hat sich am Freitagabend bei Schnuttenbach ereignet.

Beim Offinger Ortsteil Schnuttenbach hat sich am Freitag um 17.35 Uhr ein schwerer Verkehrsunfall zwischen einem Auto mit Anhänger und einem Motorrad ereignet. Der 57-jährige Autofahrer wollte von der Mindelaltheimer Straße nach links auf die Schnuttenbacher Straße in Richtung Bahnhof abbiegen. Hierbei übersah er laut Polizei den entgegenkommenden und vorfahrtberechtigten Motorradfahrer.

Dieser kollidierte mit dem Anhänger und wurde circa 16 Meter weit durch die Luft geschleudert. Der 21-Jährige erlitt mehrere Brüche, blieb aber ansprechbar und wurde mit dem Rettungshubschrauber umgehend ins Bundeswehrkrankenhaus Ulm geflogen.

Am Motorrad entstand ein Totalschaden im Wert von circa 6000 Euro. Der Anhänger des Autos wurde über vier Meter weit geschleudert, hier entstand ein Schaden von rund 2000 Euro. Der Unfallverursacher erlitt einen Schock. Die Polizei hatte am Freitagabend noch mitgeteilt, dass der Motorradfahrer das Auto übersehen habe.

 

Quelle: Schnuttenbach: Motorradfahrer wird 16 Meter durch die Luft geschleudert – Nachrichten Günzburg – Augsburger Allgemeine – Stand: 20.05.2018

Lastwagen prallt auf Anhänger: A8 war lange gesperrt

Bild: Peter WieserZwischen den Anschlussstellen Burgau und Günzburg ist ein Lastwagenfahrer mit seinem Fahrzeug auf einen Anhänger geprallt. Er wurde im Führerhaus eingeklemmt.

Bei einem Unfall auf der A8 kurz vor der Anschlussstelle Günzburg ist laut Polizei ein Schaden von mindestens 200.000 Euro entstanden. Gegen 13.15 Uhr waren am Mittwoch in Richtung Stuttgart nach einem kleineren Unfall Aufräumarbeiten im Gange, die Autobahnbetreibergesellschaft Pansuevia hatte dazu auch einen Lkw mit Sicherungsanhänger eingesetzt. Ein 36-jähriger Lastwagenfahrer übersah diesen laut Polizei aber aus noch ungeklärtem Grund und prallte mit seinem Fahrzeug darauf.

Er wurde im Führerhaus eingeklemmt und von der Feuerwehr daraus mit technischem Gerät befreit. Der Mann kam schwer verletzt mit dem Rettungsdienst in eine Klinik, „aber das hätte noch anders ausgehen können“, sagte ein Polizeisprecher. Pansuevia-Chef Robert Schmidt erklärte, dass der eigene Lastwagen inklusive Winterdienstausrüstung Totalschaden ist, inklusive dem Warnleitanhänger. Er wird morgen von einem Gutachter angeschaut. Der Schaden betrage schon hier circa 250.000 Euro. Es sei Hydrauliköl ins Regenrückhaltebecken gelaufen, ein Umweltsachverständiger sei am Ort gewesen.

Zunächst war die A 8 in Richtung Stuttgart komplett gesperrt, später konnte eine Spur freigegeben werden. Der Verkehr staute sich über gut zehn Kilometer, die Aufräumarbeiten dauerten bis in die frühen Abendstunden.

Wie freiwillig können Feuerwehren sein?

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Bild: Bernhard Weizenegger

Die Belastung für die Aktiven nimmt zu. Der Burgauer Kommandant hat deshalb eine Vergütung für die Einsätze ins Spiel gebracht. Doch dabei gibt es Hürden.

Die Zeiten haben sich geändert. Viele Menschen arbeiten nicht mehr in ihrem Wohnort, die Zahl der Landwirte ist stark zurückgegangen. Aus diesen (und anderen) Gründen ist es gerade für viele kleinere Feuerwehren nicht mehr möglich, tagsüber genug Kräfte zum Ausrücken aufzubieten. Darauf wurde schon insofern reagiert, dass nicht mehr nach einzelnen Wehren, sondern nach benötigten Geräten alarmiert wird. Gerade die größeren Feuerwehren seien stärker belastet, sagt Kreisbrandrat Robert Spiller im Gespräch mit unserer Zeitung. Zwar hat bei einem Einsatz im Ort selbst die dortige Wehr die Leitung – bloß tun sich immer mehr schwer, überhaupt noch Führungskräfte zu finden, während anderswo die Mannschaft fehlt. Burgaus Kommandant Hans-Peter Merz hatte angesichts der steigenden Anforderungen und Belastungen kürzlich bereits eine mögliche Einsatzvergütung ins Spiel gebracht, doch Spiller sieht hier ein Problem.

Denn wenn es eine Bezahlung gibt, könne man mitunter nicht mehr von einer Freiwilligen Feuerwehr sprechen. Zwar gebe es schon jetzt die Möglichkeit, Kameraden mit einer besonderen Funktion eine Vergütung zu zahlen, aber das sei wohl nicht flächendeckend möglich. Um diese Frage zu klären, will der Kreisfeuerwehrverband den Kommunen ein Seminar zum Feuerwehrrecht anbieten und dafür auch einen Referenten aus dem zuständigen Ministerium gewinnen. Auf jeden Fall dürfe kein geldwerter Vorteil entstehen, sonst bringe eine solche Vergütung keinem etwas.

So oder so geht Spiller davon aus, dass sich die Konzentration bei den Feuerwehren in Zukunft fortsetzt. Es dürfe zwar keine aufgelöst werden, aber es sei damit zu rechnen, dass weitere Löschgruppen entstehen, die sich größeren Einheiten angliedern. Ebenso werde die Zahl der Zusammenschlüsse wohl zunehmen. „Besonders in Orten, wo die Menschen nur noch zum Schlafen sind, haben wir das Problem, dass sich kaum noch jemand für das Gemeinwohl verantwortlich fühlt.“

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Das Innenministerium betont wie Spiller, dass es im Ehrenamt keine klassische Vergütung gebe. Wenn die freiwilligen Feuerwehrleute im Dienst sind, sind sie währenddessen und in einem bestimmten Zeitraum danach von ihrer beruflichen Tätigkeit gesetzlich freigestellt und erhalten währenddessen ihren Lohn fortgezahlt. Wer nicht fest angestellt ist, bekommt den Verdienstausfall von der Gemeinde bis zu einem gewissen Höchstsatz ersetzt. Auch seien die Gemeinden verpflichtet, bestimmte Auslagen zu erstatten, Sachschäden zu ersetzen und in bestimmten Fällen die Feuerwehrleute zu verpflegen.

Für Kommandant und Stellvertreter gebe es eine pauschale Entschädigung, die von der Gemeinde festgesetzt werde. Und wer ohne eine solche Position „regelmäßig über das übliche Maß hinaus“ Dienst leistet, könne auch entschädigt werden, etwa der Geräte- und Jugendwart. „Das übliche Maß bestimmt sich nach dem Zeitaufwand, den die Feuerwehrdienstleistenden üblicherweise aufbringen“, erklärt der Sprecher. „Unseres Erachtens kann hierauf keine Einsatzvergütung für alle Feuerwehrdienstleistenden gestützt werden. Sie würde den Grundsatz der Ehrenamtlichkeit des Feuerwehrdienstes unzulässig aushöhlen.“

Quelle: Günzburger Zeitung

73 Jahre lang war diese Fahne verschollen

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Seit 1945 suchte die Feuerwehr Leipheim nach ihrer ersten Vereinsfahne. Jahrzehntelang vergebens. Bis vor wenigen Tagen ein Paket aus Amerika eintraf. Ein Rätsel muss nun allerdings noch gelöst werden.

Das Paket war vier Wochen lang unterwegs, abgeschickt in Colorado Springs in Amerika. Frankiert ist es mit 77 Dollar. Anfang Mai ist es endlich an seinem Zielort eingetroffen: Leipheim. Empfänger ist die Feuerwehr. Gerätewart Martin Gräss ist der Erste, der das Paket in Händen hält. „Ich habe den Absender gesehen und eine Gänsehaut bekommen. Ich wusste sofort, was darin sein muss.“ In dem Paket befand sich eine alte Fahne, genauer gesagt die erste Vereinsfahne der Feuerwehr Leipheim, die seit 1945 verschollen war. 73 Jahre später ist sie nach Hause zurückgekehrt.

„Damit hat keiner von uns gerechnet“, sagt der Vereinsvorsitzende Martin Stark. Immer wieder hat der Verein Suchaktionen gestartet, hat die amerikanische Regierung angeschrieben, um Informationen zu erhalten. Alles vergeblich. „Wir wussten, dass sie irgendwo in Amerika sein muss. Aber wir hatten keine Anhaltspunkte.“ Bis 1945 hing die Fahne in der damaligen Gaststätte zum Bären. Als die US-Armee im April 1945 die Stadt einnahm, verschwand die Fahne. 73 Jahre später konnte jetzt geklärt werden, wohin sie damals gebracht worden ist. Und die Fahne hat einen langen Weg hinter sich, wie der Vereinsvorsitzende mittlerweile herausgefunden hat. Oberstleutnant J.H. Seay, Zugführer des 254. Infanterieregiments, ließ sich die Fahne mit seinen persönlichen Sachen nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs in die USA schicken. Seay wurde mehrfach versetzt. Die Fahne hatte er immer im Gepäck – von Louisiana, über mehrere Stationen in Texas bis nach Colorado Springs. Irgendwann in den 1970er-Jahren ist Oberstleutnant J.H. Seay gestorben, sein Enkelsohn hat die Fahne gewissermaßen geerbt und nun zurückgeschickt.

Die Fahne hat viel mitgemacht

In einem Brief an die Feuerwehr Leipheim, übrigens in sehr gutem Deutsch formuliert, schreibt er, dass sein Großvater zum Ende des Zweiten Weltkriegs in Leipheim stationiert war. „Wenn Sie die Fahne nicht behalten oder wiederherstellen wollen, dann bitte sie an ein örtliches Museum schenken“, steht in dem kurzen, maschinengeschriebenen Brief, der dem Paket beilag. Und weiter: „Es tut mir Leid wegen der Kondition.“ Tatsächlich sieht man der Fahne an, dass sie in den vergangenen Jahrzehnten viel mitgemacht hat. Auf der weißen Seide sind rote Verfärbungen zu sehen. Risse durchziehen die Fahne, ein Teil des oberen Deckstoffes fehlt leider ganz. Martin Stark ist mittlerweile im Kontakt mit dem Absender. Von ihm hat er erfahren, dass die Fahne all die Zeit in einem Spint aufbewahrt worden ist. In den 1970er-Jahren fiel sie allerdings einem Wasserschaden zum Opfer. „Auslöser war eine defekte Duschkabine. Der Wasserschaden wurde sehr spät entdeckt“, erklärt Stark. Restaurieren kann man die Fahne nicht mehr, dafür ist sie zu stark beschädigt. „Wir müssen jetzt sehen, was mit ihr passiert. Wir sind auch im engen Kontakt mit der Blauen Ente“, sagt Gerätewart Martin Gäss. Für eine dauerhafte Ausstellung in dem Museum sei die alte Fahne aber nicht geeignet. „Die Lagerung ist nicht einfach.“ Am besten wäre es, die Fahne eingerollt und im Dunkeln zu lagern.

Und dennoch: Die Freude über die zurückerhaltende Fahne, können die Verantwortlichen der Feuerwehr kaum in Worte fassen. „Die Fahne ist eine alte Historie unseres Vereins, sie verbindet uns“, sagt Martin Gräss. Bei allen Großveranstaltungen, Beerdigungen und Hochzeiten war die Fahne immer mit dabei. „Für mich ist es eine Ehrerbietung, so ein altes Stück wieder hier zu haben. Auch in Gedenken an unsere verstorbenen Mitglieder“, sagt Martin Gräss.

Die Oberschicht der Fahne ist aus reinster Seide, die aufwendigen Verziehrungen sind handgestickt, zum Teil mit einem Metallfaden durchzogen, der bereits oxidiert. Auf der Rückseite befindet sich das Stadtwappen – allerdings thront obenauf noch eine Krone und die Stadtfarben fehlen. Das Wappen ist in Goldtönen gehalten. Vorne prangt unter dem Schriftzug der Feuerwehr eine Jahreszahl und diese ist es, die im Moment noch Rätsel aufgibt.

Wie alt ist die Fahne?

Denn ist eine der Ziffern nun eine Null oder eine Sechs? „Wir wissen nicht, wie alt die Fahne ist“, sagt Vorsitzender Martin Stark. 1807 oder 1867 – beide Jahreszahlen sind möglich und beide kommen in der Geschichte der Feuerwehr Leipheim vor. 1865 wurde der Verein offiziell gegründet – gut möglich, dass zwei Jahre später die Fahne dazu kam.  Doch schon viel früher gab es in Leipheim einen Zusammenschluss von Freiwilligen, die bei Bränden ausrückten. Sie hatten 1807 schon den ersten Spritzenwagen. Ist die Fahne also bereits älter als der Verein? In den nächsten Wochen soll die Fahne genauer untersucht werden, dann soll dieses Geheimnis gelöst werden. So oder so, in Leipheim dominiert im Moment die Freude darüber, dass ein altes und wichtiges Erinnerungsstück der Vereinsgeschichte nach so vielen Jahren „nach Hause zurückgekehrt ist“, wie es Martin Gräss auf den Punkt bringt.

Quelle: Günzburger Zeitung

31-Jährige stirbt bei Unfall auf B16

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Bild: Mario Obeser

Bei einem Unfall auf der B16 im Kreis Günzburg ist am Freitagabend eine Frau gestorben. Zwei Autos waren zusammengestoßen.

Bei einem schweren Unfall im Kreis Günzburg ist am Freitagabend eine 31-Jährige ums Leben gekommen. Wie die Polizei berichtet, fuhr ein 36 Jahre alter Mann auf der B16 von Ichenhausen kommend in Richtung Krumbach. Als er nach links abbiegen wollte, übersah er laut Polizei den Wagen der entgegenkommenden 31-Jährigen. Diese konnte nicht mehr ausweichen, es kam zu einem schweren Zusammenstoß.

Die Frau starb noch an der Unfallstelle. Der 36-Jährige und sein 40 Jahre alter Beifahrer wurden laut Polizei mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus gebracht. Zur Klärung der Unfallursache hat die Staatsanwaltschaft einen Gutachter beauftragt. Die B16 war im Bereich der Unfallstelle fünf Stunden lang gesperrt.

Quelle: Günzburger Zeitung

Ellzee: Gefahrgutaustritt bei Automobilzulieferer

Am 09.05.2018 wurde gegen 11.20 Uhr über die Integrierte Leitstelle Donau-Iller mitgeteilt, dass in Ellzee bei einem Automobilzulieferer flüssiges Isocyanat ausgelaufen sei.
Vor Ort wurde von den alarmierten Feuerwehren festgestellt, dass ein mit 20.000 Litern beladener Satteltankzug entladen werden sollte. Beim Umpumpen riss aus bislang ungeklärter Ursache ein Schlauch und etwa 30 Liter der Flüssigkeit traten aus.

Der Fahrer des Lkw kam mit der Flüssigkeit in Berührung und wurde verletzt. Er wurde durch den Rettungsdienst ärztlich behandelt und in ein Krankenhaus eingeliefert.

Der Gefahrenbereich auf dem Firmengelände wurde abgesperrt und die Flüssigkeit durch die Feuerwehr gebunden und abgetragen. Der Stoff Isocyanat wird zur Herstellung eines Zweikomponentenschaums für Formteile benötigt. Für die Bevölkerung und Umwelt bestand zu keiner Zeit eine Gefahr.

Im Einsatz waren die Feuerwehren aus Ellzee, Wattenweiler, Dürrlauingen, Röfingen, Ichenhausen und Günzburg.  Ebenso war die Polizei vor Ort, wie auch der Rettungsdienst.

Quelle: BSAktuell

Traktorfahrer übersieht Zug: Strecke lange gesperrt

Bild: Christian KirstgesEin Zug der Mittelschwabenbahn hat bei Hochwang einen Traktor gerammt. Dessen Fahrer hatte den Zug offenbar übersehen.

Am unbeschrankten Bahnübergang am Haltepunkt Hochwang hat am Mittwoch gegen 10.10 Uhr laut Polizei der 83-jährige Fahrer eines Traktors einen Personenzug übersehen. Trotz einer sofortigen Notbremsung konnte der Lokführer einen Zusammenstoß nicht verhindern. Der Zug, der auf dem Weg nach Günzburg war, prallte frontal gegen die vordere linke Seite des Traktors. Der kippte im Feld um.

Dessen Fahrer und einer von neun Fahrgästen des Zuges wurden leicht verletzt. Beide kamen in eine Klinik. Nach dem derzeitigen Stand der Ermittlungen hatte der 44-jährige Lokführer in ausreichendem Abstand vor dem mit einem Andreaskreuz gesicherten Übergang das geforderte Warnzeichen gegeben und das Tempo reduziert. Die unverletzten Fahrgäste wurden mit einem Bus weiter befördert.

Da aus Zug und Traktor Betriebsstoffe austraten, wurde in Absprache mit Landrats- und Wasserwirtschaftsamt das betroffene Erdreich abgetragen und entsorgt. Die Strecke musste bis kurz vor 15 Uhr gesperrt werden, da der Zug abgeschleppt und das Gleis repariert werden mussten. Ein Ersatzverkehr war eingerichtet.

Neben Rettungsdienst und Polizei waren die Feuerwehr sowie ein Notfallmanager der Bahn im Einsatz. Die Höhe des Schadens wird auf mehr als 25.000 Euro geschätzt.

Quelle: Günzburger Zeitung

Arbeit am Rande der Kapazitäten

Bild: Bernhard Weizenegger

Bei der Dienstversammlung in Günzburg wird deutlich, was die Aktiven leisten. Dabei gibt es auch viel Kritik.

Stadtbrandinspektor und Kommandant Christian Eisele sprach zwar von einer normalen Einsatzzahl im Jahr 2017 – mit 413 waren es sogar fast 60 weniger als im Vorjahr, bei der Dienstversammlung am Donnerstag im Wasserburger Sportheim stellte er aber auch klar: „Die großen Feuerwehren sind am Ende ihrer Möglichkeiten.“ Hinzu komme, dass es immer schwieriger werde, Kameraden zu finden, vor allem solche, die Führungspositionen übernähmen. Der Topf, aus dem Aktive zu finden sind, werde aufgrund der immer älter werdenden Bevölkerung kleiner. Trotz der Ehrenamtlichen, die es in Günzburg Gott sei Dank noch gebe, stehe das System der Ehrenamtlichkeit auf sehr wackeligen Beinen, so Eisele. „Wann seid ihr eigentlich daheim?“ – Kreisbrandinspektor Albert Müller brachte es auf den Punkt: Eine Feuerwehr wie Günzburg fahre an der Kapazitätsgrenze. Diejenigen, die etwas ändern könnten, kämen aus der Politik. Die Probleme, die es früher schon gegeben habe, die gebe es heute noch.

Die Zahlen, die Christian Eisele nannte, sprachen für sich. Rechnet man diese hoch, wurden 2017 bei 6320 Einsatzstunden umgerechnet insgesamt 6520 Feuerwehrdienstleistende eingesetzt. Hinzu kommt eine Gesamtzahl von 6145 Stunden für Übungsdienst, darunter Lehrgänge und Fortbildungen, wie auch die Übungsstunden in der Atemschutzübungsstrecke, die die 94 Aktiven geleistet hatten.

Eisele ging aber auch auf die nicht selten hohe psychische und physische Belastung der Ehrenamtlichen ein. Zwar konnten 35 Personen bei den Einsätzen gerettet werden. Die Zahl von acht Toten, für die die Hilfe zu spät kam, gebe jedoch zu denken. Eisele erinnerte an den Verkehrsunfall am 6. März 2017 auf der A8 kurz vor Leipheim, bei dem zwei Menschen nach einer Reifenpanne auf dem Standstreifen von einem Lastwagen erfasst wurden und mehr als 50 Meter weit mitgeschleift wurden. Beide hatten den Unfall nicht überlebt. Die Freiwillige Feuerwehr Günzburg war bei diesem Einsatz mit neun Fahrzeugen und 27 Aktiven fünf Stunden vor Ort. Der einige Wochen vorher an der Günz eingefrorene und nach seiner Rettung munter, aber schimpfende Schwan, war da eher Nebensache.

Trotz der vielen Aufgaben einer Stadt wie Günzburg sei die Wehr beim Stadtrat insbesondere bei Oberbürgermeister Gerhard Jauernig stets auf offene Ohren gestoßen. So konnte vor einem Jahr der Abrollbehälter „Hochwasserschutz“ in Dienst gestellt werden. Weiter wurden sämtliche Motorsägen mitführende Fahrzeuge mit neuer Schnittschutzbekleidung sowie die wasserführenden Armaturen aller Löschfahrzeuge mit Rückflussverhinderern ausgestattet. In diesem Jahr soll der Abrollbehälter „Ölwehr“ und der neue Gerätewagen Gefahrgut in Dienst gestellt werden. Und vor allem: In diesem Jahr wird (wie berichtet) mit dem Um- und Neubau der Feuerwache begonnen, die mit 3000 Quadratmetern Nutzfläche und 16 000 Kubikmetern umbauten Raum in zwei Bauabschnitten entstehen wird. In der letzten Juliwoche soll der langersehnte Spatenstich zu dem Millionenprojekt erfolgen.

Wie sieht es bei der Jugendfeuerwehr aus? Seit 1. Januar ist Manuel Füssl neuer Jugendwart. Markus Mayer, der bisherige Leiter, ist nun sein Vertreter. „Unsere Jugend, das sind die Feuerwehrler von Morgen“ betonte Mayer. Zum 31. Dezember 2017 bestand die Jugendgruppe aus zehn Jugendlichen und auch dort seien 422 Ausbildungsstunden geleistet worden. Gleichzeitig konnten mit Kyrill Zimmermann, Thomas Werner, Joshua Ziegler und Luca Breitfelder vier neue Mitglieder gewonnen werde. Alle vier wurden – das ist in Günzburg Tradition – am Donnerstag von Oberbürgermeister Gerhard Jauernig offiziell in die Feuerwehr aufgenommen.

Auch Ehrungen und Beförderungen gab es: Michael Mayer und Marcel Mayer wurden für zehn Jahre, Frank Egenberger für 20 Jahre aktiven Dienst geehrt. Sara Frick, Daniel Imminger, Dominik Kautter, Maximilian Snukat, Marc-Michael Ventzke, Thomas Wagner, Christoph Weber und Dominik Ziegler wurden zu Oberfeuerwehrmann beziehungsweise zur Oberfeuerwehrfrau, Georg Kohler, Robert Prokscha und Florian Propp wurden zum Hauptfeuerwehrmann befördert. Eiseles Stellvertreter Achim Senser ist jetzt Brandmeister.

Bei der anschließenden Versammlung des Feuerwehrvereins betonte Oberbürgermeister Jauernig, zugleich auch Vereinsvorsitzender, die Wichtigkeit der persönlichen Kontakte der Aktiven untereinander. Das Maibaumstellen, das Schlachtfest und vor allem das traditionelle Gartenfest mit dem Appell am Schloss und Rathaus trügen wesentlich dazu bei.

Aber auch seitens des Vereins gab es Kritik: Kassenwart Christian Hofner monierte die unzureichende Honorierung der Feuerwehrvereine seitens der Politik im Vergleich zu anderen Vereinen und sprach dabei auch das Thema Übungsleiterpauschale bei Sportvereinen an. Ein Feuerwehrverein einer Wehr mittlerer Größe sei vom Gesetz her komplett ohne Lobby, kritisierte Hofner.

Eine Veränderung gab es ebenfalls: Nachdem Reinhold Hobor nach langjähriger Tätigkeit als zweiter Vereinsvorsitzender und aufgrund der Vielzahl weiterer ehrenamtlicher Aufgaben im Verein sein Amt niedergelegt hatte, wurde Marc-Michael Ventzke mit großer Mehrheit als sein Nachfolger gewählt. Markus Stocker wurde zum Mannschaftsvertreter bestimmt.

Mit wenigen Worten fasste Oberbürgermeister Gerhard Jauernig, die Arbeit der Aktiven zusammen, bevor er die Versammlung schloss: „Eine großartige Leistung.“

Quelle: Günzburger Zeitung

Auto brennt auf der A8 komplett aus

Die Löscharbeiten an der Ausfahrt Leipheim waren für die Einsatzkräfte nicht einfach.

Am Samstagnachmittag wurden die Feuerwehren Günzburg und Leipheim zu einem Einsatz auf der Autobahn A8 gerufen: In der Abfahrt Leipheim stand ein Auto lichterloh in Flammen. Beim Eintreffen der ersten Feuerwehrleute hatte das Feuer schon auf die angrenzende Böschung übergegriffen. Die Brandbekämpfung wurde durch auslaufenden Kraftstoff erschwert. Am Auto entstand Totalschaden, ebenso wurde die Teerdecke durch die enorme Hitze in Mitleidenschaft gezogen. Die Ausfahrt Leipheim in Fahrtrichtung Stuttgart musste für die Dauer der Lösch- und Aufräumarbeiten komplett gesperrt werden. Über die Ursache des Brandes ist noch nichts bekannt.