11000 Euro Schaden bei Unfall auf der A8 

Bild: Mario Obeser

Wohl wegen nicht angepasster Geschwindigkeit ist ein Auto gegen Betonwand und Leitplanken gekracht.

Nach einem Unfall am Donnerstagabend auf der Autobahn A8 zwischen den Anschlussstellen Günzburg und Burgau ist ein 43-jähriger Mann mit leichteren Verletzungen in ein Krankenhaus eingeliefert worden. Der Autofahrer war mit seinem Wagen in Richtung München unterwegs und dürfte seine Fahrgeschwindigkeit nicht den Witterungsverhältnissen – es hatte zu dieser Zeit gewittert und auch stark geregnet – angepasst haben, teilt die Polizei mit.

Nach Aquaplaning schleuderte das Auto zunächst nach links gegen die Betongleitwand und krachte danach gegen die rechten Leitplanken. Zum Stillstand kam der Wagen schließlich auf dem linken der drei Fahrstreifen. Das Unfallfahrzeug musste abgeschleppt werden.

Die Freiwillige Feuerwehr Günzburg war zur Absicherung der Unfallstelle auf der Autobahn im Einsatz. Der bei diesem Unfall entstandene Sachschaden dürfte etwa 11000 Euro betragen.

Quelle: Kreis Günzburg: 11000 Euro Schaden bei Unfall auf der A8 – Nachrichten Günzburg – Augsburger Allgemeine – Stand: 25.05.2018 – 14: Uhr

Lastwagen kommt von A8 ab: Bergung dauerte Stunden

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Bild: Ralf Zwiebler

Zwischen Leipheim und Günzburg an der A8 musste das Fahrzeug geborgen werden. Die Arbeiten waren sehr aufwendig.

Auf der Fahrt in Richtung München ist am Donnerstagmorgen kurz vor 8 Uhr ein Sattelzug zwischen den Anschlussstellen Leipheim und Günzburg nach rechts von der Autobahn abgekommen und im Grünstreifen stehengeblieben. Die Bergungsarbeiten dauerten Stunden, dazu wurden der rechte Fahrstreifen sowie der Seitenstreifen gesperrt. Der Autobahnbetriebsdienst der Pansuevia sicherte die Unfallstelle ab.

Der 50-jährige Fahrer des 40-Tonners konnte nach Angaben der Polizei nicht erklären, warum er nach rechts geriet. Er blieb unverletzt. Nach Angaben der Autobahnpolizei Günzburg dürfte der Sachschaden gut 10 000 Euro betragen.

Quelle: Günzburger Zeitung

Autofahrer kollidiert bei Ellzee mit Betonmischer

Bild: Foto Weiss

Schwerste Verletzungen zog sich heute Mittag, 23.05.2018, gegen 11.40 Uhr, ein Autofahrer auf der Bundesstraße 16 zwischen Ellzee und Heubelsburg zu.
Der 31-jährige Fahrer war mit seinem VW Polo auf der B16 in Fahrtrichtung Ichenhausen unterwegs und kam aus noch ungeklärter Ursache auf gerader Strecke – Höhe des Gewerbegebiets Ellzee – auf die Gegenfahrbahn. Dort prallte er mit seiner linken Fahrzeugfront gegen die Fahrerseite eines entgegenkommenden vollbeladenen Betonmischers. Die Wucht des Aufpralles war so heftig, dass der Motorblock aus der Karosserie herausgerissen wurde. Pkw und Motorblock kamen abseits der Fahrbahn in einem Feld einige Meter voneinander entfernt zum Stehen, bzw. Liegen.

Die Feuerwehren mussten den eingeklemmten und schwerstverletzten Pkw-Fahrer aus seinem Wrack schneiden. Der LKW-Fahrer wurde nicht verletzt.

Wegen auslaufender Betriebsstoffe musste die Straßenmeisterei das Erdreich im angrenzenden Feld abtragen und entsorgen. Im Auftrag der Staatsanwaltschaft wurde zur Klärung des Unfallgeschehens ein Gutachter beauftragt. Durch die Polizei und das Kriseninterventionsteam aus Günzburg wurden die Angehörigen verständigt und betreut.

Der erst vor wenigen Tagen neu zugelassene LKW wurde vorne links schwer beschädigt, der Schaden wird auf 30.000 Euro geschätzt. Am Pkw entstand Totalschaden.

Im Einsatz waren die Feuerwehren aus Ellzee, Wattenweiler und Ichenhausen, sowie die Kreisfeuerwehrinspektion Günzburg. Der Rettungsdienst war mit zwei Rettungswagen der Johanniter Unfallhilfe aus Kötz und des BRK Weißenhorn, einem Notarzt des BRK Krumbach und einem Einsatzleiter Rettungsdienst des BRK Günzburg an der Unfallstelle. Ebenso Kräfte des Kriseninterventionsdienst des BRK Günzburg. Der Rettungshubschrauber aus Ulm landete am Unfallort.

Quelle: BSAktuell

Röfingen: Autofahrerin kommt von Fahrbahn ab

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Eine Autofahrerin kam am 21.05.2018 zwischen Roßhaupten und Röfingen gegen 06.00 Uhr von der Fahrbahn ab.
Die 20jährige Peugeot-Lenkerin war auf der ST2510 von Roßhaupten kommend in Richtung Röfingen unterwegs, als sie nach links einer Katze auswich, gegensteuerte und dann nach rechts von der Fahrbahn abkam, in einen Graben einstach und zurück auf die Straße geschleudert wurde.
Die Fahrerin war alleine in ihrem Fahrzeug unterwegs und wurde leichtverletzt mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus gefahren. Am Pkw entstand Totalschaden, den die Polizeiinspektion Burgau auf rund 5.000 Euro schätzt.

Zur Sperrung der Strecke, binden ausgelaufener Betriebsstoffe und reinigen der Fahrbahn wurde die Freiwillige Feuerwehr Röfingen alarmiert. Eine Einsatzkraft der Kreisfeuerwehrinspektion war ebenfalls vor Ort.

Quelle: BSAktuell

Der Digitalfunk läuft fast rund 

Insgesamt sind Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei mit der neuen Technik durchaus zufrieden. Aber es gibt einen großen Wunsch.

Kürzlich hat Burgaus Feuerwehrkommandant Hans-Peter Merz im Gespräch mit unserer Zeitung ein Problem thematisiert: den Digitalfunk. Manche kurz vor dessen Einführung beschaffte Infrastruktur sei mit ihm nicht kompatibel. Die Alarmierung laufe weiter analog. Und obwohl der Analogfunk zusätzlich zum digitalen in Fahrzeugen vorgehalten werden müsse, habe die Stadt vom Freistaat eines nur mit digitalem Funk erhalten. In der Tat, sagt Kreisbrandrat Robert Spiller, laufe die Alarmierung noch über analoge Meldeempfänger. Wer die zweimalige Durchsage verpasst, erfahre erst im Feuerwehrhaus, was passiert ist. Die digitale Alarmierung sei geplant, aber sie wollten derzeit nur Bayern und Hessen.

Insgesamt sind Spiller und Roman Gepperth, beim Landratsamt für den Bereich öffentliche Sicherheit zuständig, mit dem Digitalfunk aber zufrieden. Zum 3. Juli 2017 wurden die Feuerwehren im Gebiet des Zweckverbandes für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung Donau-Iller darauf umgestellt. Es könne zwar vorkommen, dass bei starkem Regen die Verbindung abbricht, aber physikalische Gegebenheiten ließen sich auch mit der neuen Technik nicht umgehen. „Zumindest zeigen die Geräte jetzt an, wenn man nicht verbunden ist“, sagt Gepperth. Bei den analogen habe man das nicht einmal gemerkt.

Auch in den meisten Gebäuden funktionierten die Geräte, die Funkabdeckung sei bis auf ein paar wenige Bereiche im Landkreis gut. Etwa im Mühlwegtunnel in Günzburg soll eine stationäre digitale Funkeinrichtung nachgerüstet werden und wenn die digitale Alarmierung komme, würden ein paar weitere Basisstationen für den Empfang ergänzt. Im Kreis Günzburg habe es das nicht gegeben, anderswo in Schwaben hätten auch Proteste gegen die Funkmasten zu Problemen bei der Abdeckung geführt.

Baden-Württemberg hat noch analogen Funk

Dass in den Fahrzeugen im Landkreis analoge und digitale Technik installiert ist, hänge nur damit zusammen, dass Baden-Württemberg noch nicht auf den Digitalfunk umgestellt habe und bei länderübergreifenden Einsätzen in diesem Grenzgebiet die Verbindung zu den dortigen Kameraden gehalten werden muss. Dass bei einem Fahrzeug in Burgau der analoge Funk fehlt, sei beim Freistaat moniert worden. Aber weil in Bayern digital Standard ist, werde das nicht erfolgen. Deshalb müsse immer ein Führungsfahrzeug mit ausrücken.

Was Spiller und Gepperth ebenfalls nicht gefällt, aber was sie genauso wenig ändern können, ist die nicht kompatible Vorrüstung für den Digitalfunk. So wurden beispielsweise Funktische installiert, die doch wieder ausgewechselt werden mussten. „Das ist für uns nicht nachvollziehbar und unbefriedigend“, sagt Spiller. Aber es sei nun einmal schwer vorherzusagen, wie sich die Technik entwickelt, und durch die Verzögerung bei der Einführung des Digitalfunks seien Ersatzansprüche gegenüber den Firmen verjährt. Auch das Landratsamt selbst sei betroffen gewesen. Alles in allem sei die neue Technik wesentlich besser als die analoge.

Johanniter haben keine Probleme mit Digitalfunk

Auch der Chef der Rettungsleitstelle Donau-Iller, Reiner Wolf, möchte sie nicht mehr missen. Zwar könne es in der Tat bei schlechter Witterung Ausfälle geben, aber der Digitalfunk bedeute eine erhebliche Verbesserung gegenüber dem analogen Vorgänger. Allerdings „muss die Alarmierung dringend umgestellt werden“, um mehr Möglichkeiten zu haben. Das sieht der kommissarische Leiter Rettungsdienst beim Kreisverband des Roten Kreuzes, Christian Skibak, genauso. Der Empfang sei wesentlich besser geworden, etwa in der Innenstadt von Burgau, wo es damit früher große Probleme gegeben habe.

Aber auch wenn es bei Nebel oder starkem Regen nach wie vor Schwierigkeiten gebe, so geht er davon aus, dass nach und nach die Technik verfeinert wird. Und die Johanniter sind auch der Ansicht, dass es schon beim Analogfunk „Kinderkrankheiten“ gab, wie Sprecherin Kerstin Biedermann sagt. Und bei ihnen seien nicht einmal Probleme bei starken Regenfällen bekannt.

Bei der Polizei wird Analogfunk zurückgebaut

Die Polizei ist nicht minder zufrieden mit dem Digitalfunk, erklärt das zuständige Landeskriminalamt. Von den Dienststellen im Landkreis Günzburg gebe es eine positive Resonanz. Regelmäßige Störungen etwa bei Starkregen gebe es nicht. Der Analogfunk wurde bei der Polizei im Bereich des Präsidiums Schwaben Süd/West inzwischen übrigens außer Betrieb genommen und wird gerade zurückgebaut.

Das Bayerische Innenministerium erklärt, dass Funktische an örtliche Situationen angepasst würden, ohne dass sich der Freistaat beteilige. Je nach Dimension sei es möglich, dass kein Platz zum Einbau zusätzlicher Digitalfunkkomponenten vorhanden war. Häufig könne das durch eine Erweiterung des Funktischs gelöst werden. Die digitale Alarmierung bei Feuerwehren werde demnächst nachgerüstet. Die zeitliche Verfügbarkeit des Digitalfunks in Bayern liege fast bei 100 Prozent, „dass sich bei schlechter Witterung der Empfang verschlechtert, ist den physikalischen Gesetzmäßigkeiten geschuldet“ und könne bei jedem Funksystem passieren. Wo nötig, werde das Netz dichter. Zum Fall Burgau: Das beschaffte Fahrzeug sei für den Einsatz mit anderen Wagen vorgesehen, unter anderem einem Führungsfahrzeug. In dem sei der Analogfunk installiert.

Quelle: Kreis Günzburg: Der Digitalfunk läuft fast rund – Nachrichten Günzburg – Augsburger Allgemeine – Stand: 21.05.2018 – 19: Uhr

Kreis Günzburg: Fahrer übersieht Stauende: Acht Verletzte bei Unfall auf A8 

Bei einem schweren Verekehrsunfall auf der A8 zwischen Günzburg und Leipheim sind am späten Freitagnachmittag acht Menschen verletzt worden.

Wie die Polizei mitteilte, hatte ein 31 Jahre alter Autofahrer ein Stauende zu spät bemerkt und war trotz Vollbremsung und Ausweichmanöver in ein anderes Fahrzeug geprallt. Das Auto wurde durch die Wucht des Aufpralls in einen weiteren Pkw geschleudert.

Der Unfallverursacher sowie sieben Personen in den anderen Fahrzeugen wurden leicht verletzt. Zur Rettung der Verletzten sowie zur Absicherung und Reinigung der Unfallstelle war die freiwillige Feuerwehr Günzburg vor Ort. Alle drei Autos mussten abgeschleppt werden.

Den Gesamtschaden schätzt die Autobahnpolizei auf rund 17.000 Euro. Zur Bergung der Fahrzeuge war die Fahrbahn zeitweise vollständig gesperrt, wodurch sich ein Stau von bis zu zehn Kilometern Länge entstand.

Quelle: Kreis Günzburg: Fahrer übersieht Stauende: Acht Verletzte bei Unfall auf A8 – Nachrichten Günzburg – Augsburger Allgemeine – Stand: 21.05.2018 – 08: Uhr

Schnuttenbach: Motorradfahrer wird 16 Meter durch die Luft geschleudert 

Ein Unfall mit einem Motorrad und einem Auto hat sich am Freitagabend bei Schnuttenbach ereignet.

Beim Offinger Ortsteil Schnuttenbach hat sich am Freitag um 17.35 Uhr ein schwerer Verkehrsunfall zwischen einem Auto mit Anhänger und einem Motorrad ereignet. Der 57-jährige Autofahrer wollte von der Mindelaltheimer Straße nach links auf die Schnuttenbacher Straße in Richtung Bahnhof abbiegen. Hierbei übersah er laut Polizei den entgegenkommenden und vorfahrtberechtigten Motorradfahrer.

Dieser kollidierte mit dem Anhänger und wurde circa 16 Meter weit durch die Luft geschleudert. Der 21-Jährige erlitt mehrere Brüche, blieb aber ansprechbar und wurde mit dem Rettungshubschrauber umgehend ins Bundeswehrkrankenhaus Ulm geflogen.

Am Motorrad entstand ein Totalschaden im Wert von circa 6000 Euro. Der Anhänger des Autos wurde über vier Meter weit geschleudert, hier entstand ein Schaden von rund 2000 Euro. Der Unfallverursacher erlitt einen Schock. Die Polizei hatte am Freitagabend noch mitgeteilt, dass der Motorradfahrer das Auto übersehen habe.

 

Quelle: Schnuttenbach: Motorradfahrer wird 16 Meter durch die Luft geschleudert – Nachrichten Günzburg – Augsburger Allgemeine – Stand: 20.05.2018

Lastwagen prallt auf Anhänger: A8 war lange gesperrt

Bild: Peter WieserZwischen den Anschlussstellen Burgau und Günzburg ist ein Lastwagenfahrer mit seinem Fahrzeug auf einen Anhänger geprallt. Er wurde im Führerhaus eingeklemmt.

Bei einem Unfall auf der A8 kurz vor der Anschlussstelle Günzburg ist laut Polizei ein Schaden von mindestens 200.000 Euro entstanden. Gegen 13.15 Uhr waren am Mittwoch in Richtung Stuttgart nach einem kleineren Unfall Aufräumarbeiten im Gange, die Autobahnbetreibergesellschaft Pansuevia hatte dazu auch einen Lkw mit Sicherungsanhänger eingesetzt. Ein 36-jähriger Lastwagenfahrer übersah diesen laut Polizei aber aus noch ungeklärtem Grund und prallte mit seinem Fahrzeug darauf.

Er wurde im Führerhaus eingeklemmt und von der Feuerwehr daraus mit technischem Gerät befreit. Der Mann kam schwer verletzt mit dem Rettungsdienst in eine Klinik, „aber das hätte noch anders ausgehen können“, sagte ein Polizeisprecher. Pansuevia-Chef Robert Schmidt erklärte, dass der eigene Lastwagen inklusive Winterdienstausrüstung Totalschaden ist, inklusive dem Warnleitanhänger. Er wird morgen von einem Gutachter angeschaut. Der Schaden betrage schon hier circa 250.000 Euro. Es sei Hydrauliköl ins Regenrückhaltebecken gelaufen, ein Umweltsachverständiger sei am Ort gewesen.

Zunächst war die A 8 in Richtung Stuttgart komplett gesperrt, später konnte eine Spur freigegeben werden. Der Verkehr staute sich über gut zehn Kilometer, die Aufräumarbeiten dauerten bis in die frühen Abendstunden.

Wie freiwillig können Feuerwehren sein?

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Bild: Bernhard Weizenegger

Die Belastung für die Aktiven nimmt zu. Der Burgauer Kommandant hat deshalb eine Vergütung für die Einsätze ins Spiel gebracht. Doch dabei gibt es Hürden.

Die Zeiten haben sich geändert. Viele Menschen arbeiten nicht mehr in ihrem Wohnort, die Zahl der Landwirte ist stark zurückgegangen. Aus diesen (und anderen) Gründen ist es gerade für viele kleinere Feuerwehren nicht mehr möglich, tagsüber genug Kräfte zum Ausrücken aufzubieten. Darauf wurde schon insofern reagiert, dass nicht mehr nach einzelnen Wehren, sondern nach benötigten Geräten alarmiert wird. Gerade die größeren Feuerwehren seien stärker belastet, sagt Kreisbrandrat Robert Spiller im Gespräch mit unserer Zeitung. Zwar hat bei einem Einsatz im Ort selbst die dortige Wehr die Leitung – bloß tun sich immer mehr schwer, überhaupt noch Führungskräfte zu finden, während anderswo die Mannschaft fehlt. Burgaus Kommandant Hans-Peter Merz hatte angesichts der steigenden Anforderungen und Belastungen kürzlich bereits eine mögliche Einsatzvergütung ins Spiel gebracht, doch Spiller sieht hier ein Problem.

Denn wenn es eine Bezahlung gibt, könne man mitunter nicht mehr von einer Freiwilligen Feuerwehr sprechen. Zwar gebe es schon jetzt die Möglichkeit, Kameraden mit einer besonderen Funktion eine Vergütung zu zahlen, aber das sei wohl nicht flächendeckend möglich. Um diese Frage zu klären, will der Kreisfeuerwehrverband den Kommunen ein Seminar zum Feuerwehrrecht anbieten und dafür auch einen Referenten aus dem zuständigen Ministerium gewinnen. Auf jeden Fall dürfe kein geldwerter Vorteil entstehen, sonst bringe eine solche Vergütung keinem etwas.

So oder so geht Spiller davon aus, dass sich die Konzentration bei den Feuerwehren in Zukunft fortsetzt. Es dürfe zwar keine aufgelöst werden, aber es sei damit zu rechnen, dass weitere Löschgruppen entstehen, die sich größeren Einheiten angliedern. Ebenso werde die Zahl der Zusammenschlüsse wohl zunehmen. „Besonders in Orten, wo die Menschen nur noch zum Schlafen sind, haben wir das Problem, dass sich kaum noch jemand für das Gemeinwohl verantwortlich fühlt.“

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Das Innenministerium betont wie Spiller, dass es im Ehrenamt keine klassische Vergütung gebe. Wenn die freiwilligen Feuerwehrleute im Dienst sind, sind sie währenddessen und in einem bestimmten Zeitraum danach von ihrer beruflichen Tätigkeit gesetzlich freigestellt und erhalten währenddessen ihren Lohn fortgezahlt. Wer nicht fest angestellt ist, bekommt den Verdienstausfall von der Gemeinde bis zu einem gewissen Höchstsatz ersetzt. Auch seien die Gemeinden verpflichtet, bestimmte Auslagen zu erstatten, Sachschäden zu ersetzen und in bestimmten Fällen die Feuerwehrleute zu verpflegen.

Für Kommandant und Stellvertreter gebe es eine pauschale Entschädigung, die von der Gemeinde festgesetzt werde. Und wer ohne eine solche Position „regelmäßig über das übliche Maß hinaus“ Dienst leistet, könne auch entschädigt werden, etwa der Geräte- und Jugendwart. „Das übliche Maß bestimmt sich nach dem Zeitaufwand, den die Feuerwehrdienstleistenden üblicherweise aufbringen“, erklärt der Sprecher. „Unseres Erachtens kann hierauf keine Einsatzvergütung für alle Feuerwehrdienstleistenden gestützt werden. Sie würde den Grundsatz der Ehrenamtlichkeit des Feuerwehrdienstes unzulässig aushöhlen.“

Quelle: Günzburger Zeitung

73 Jahre lang war diese Fahne verschollen

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Seit 1945 suchte die Feuerwehr Leipheim nach ihrer ersten Vereinsfahne. Jahrzehntelang vergebens. Bis vor wenigen Tagen ein Paket aus Amerika eintraf. Ein Rätsel muss nun allerdings noch gelöst werden.

Das Paket war vier Wochen lang unterwegs, abgeschickt in Colorado Springs in Amerika. Frankiert ist es mit 77 Dollar. Anfang Mai ist es endlich an seinem Zielort eingetroffen: Leipheim. Empfänger ist die Feuerwehr. Gerätewart Martin Gräss ist der Erste, der das Paket in Händen hält. „Ich habe den Absender gesehen und eine Gänsehaut bekommen. Ich wusste sofort, was darin sein muss.“ In dem Paket befand sich eine alte Fahne, genauer gesagt die erste Vereinsfahne der Feuerwehr Leipheim, die seit 1945 verschollen war. 73 Jahre später ist sie nach Hause zurückgekehrt.

„Damit hat keiner von uns gerechnet“, sagt der Vereinsvorsitzende Martin Stark. Immer wieder hat der Verein Suchaktionen gestartet, hat die amerikanische Regierung angeschrieben, um Informationen zu erhalten. Alles vergeblich. „Wir wussten, dass sie irgendwo in Amerika sein muss. Aber wir hatten keine Anhaltspunkte.“ Bis 1945 hing die Fahne in der damaligen Gaststätte zum Bären. Als die US-Armee im April 1945 die Stadt einnahm, verschwand die Fahne. 73 Jahre später konnte jetzt geklärt werden, wohin sie damals gebracht worden ist. Und die Fahne hat einen langen Weg hinter sich, wie der Vereinsvorsitzende mittlerweile herausgefunden hat. Oberstleutnant J.H. Seay, Zugführer des 254. Infanterieregiments, ließ sich die Fahne mit seinen persönlichen Sachen nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs in die USA schicken. Seay wurde mehrfach versetzt. Die Fahne hatte er immer im Gepäck – von Louisiana, über mehrere Stationen in Texas bis nach Colorado Springs. Irgendwann in den 1970er-Jahren ist Oberstleutnant J.H. Seay gestorben, sein Enkelsohn hat die Fahne gewissermaßen geerbt und nun zurückgeschickt.

Die Fahne hat viel mitgemacht

In einem Brief an die Feuerwehr Leipheim, übrigens in sehr gutem Deutsch formuliert, schreibt er, dass sein Großvater zum Ende des Zweiten Weltkriegs in Leipheim stationiert war. „Wenn Sie die Fahne nicht behalten oder wiederherstellen wollen, dann bitte sie an ein örtliches Museum schenken“, steht in dem kurzen, maschinengeschriebenen Brief, der dem Paket beilag. Und weiter: „Es tut mir Leid wegen der Kondition.“ Tatsächlich sieht man der Fahne an, dass sie in den vergangenen Jahrzehnten viel mitgemacht hat. Auf der weißen Seide sind rote Verfärbungen zu sehen. Risse durchziehen die Fahne, ein Teil des oberen Deckstoffes fehlt leider ganz. Martin Stark ist mittlerweile im Kontakt mit dem Absender. Von ihm hat er erfahren, dass die Fahne all die Zeit in einem Spint aufbewahrt worden ist. In den 1970er-Jahren fiel sie allerdings einem Wasserschaden zum Opfer. „Auslöser war eine defekte Duschkabine. Der Wasserschaden wurde sehr spät entdeckt“, erklärt Stark. Restaurieren kann man die Fahne nicht mehr, dafür ist sie zu stark beschädigt. „Wir müssen jetzt sehen, was mit ihr passiert. Wir sind auch im engen Kontakt mit der Blauen Ente“, sagt Gerätewart Martin Gäss. Für eine dauerhafte Ausstellung in dem Museum sei die alte Fahne aber nicht geeignet. „Die Lagerung ist nicht einfach.“ Am besten wäre es, die Fahne eingerollt und im Dunkeln zu lagern.

Und dennoch: Die Freude über die zurückerhaltende Fahne, können die Verantwortlichen der Feuerwehr kaum in Worte fassen. „Die Fahne ist eine alte Historie unseres Vereins, sie verbindet uns“, sagt Martin Gräss. Bei allen Großveranstaltungen, Beerdigungen und Hochzeiten war die Fahne immer mit dabei. „Für mich ist es eine Ehrerbietung, so ein altes Stück wieder hier zu haben. Auch in Gedenken an unsere verstorbenen Mitglieder“, sagt Martin Gräss.

Die Oberschicht der Fahne ist aus reinster Seide, die aufwendigen Verziehrungen sind handgestickt, zum Teil mit einem Metallfaden durchzogen, der bereits oxidiert. Auf der Rückseite befindet sich das Stadtwappen – allerdings thront obenauf noch eine Krone und die Stadtfarben fehlen. Das Wappen ist in Goldtönen gehalten. Vorne prangt unter dem Schriftzug der Feuerwehr eine Jahreszahl und diese ist es, die im Moment noch Rätsel aufgibt.

Wie alt ist die Fahne?

Denn ist eine der Ziffern nun eine Null oder eine Sechs? „Wir wissen nicht, wie alt die Fahne ist“, sagt Vorsitzender Martin Stark. 1807 oder 1867 – beide Jahreszahlen sind möglich und beide kommen in der Geschichte der Feuerwehr Leipheim vor. 1865 wurde der Verein offiziell gegründet – gut möglich, dass zwei Jahre später die Fahne dazu kam.  Doch schon viel früher gab es in Leipheim einen Zusammenschluss von Freiwilligen, die bei Bränden ausrückten. Sie hatten 1807 schon den ersten Spritzenwagen. Ist die Fahne also bereits älter als der Verein? In den nächsten Wochen soll die Fahne genauer untersucht werden, dann soll dieses Geheimnis gelöst werden. So oder so, in Leipheim dominiert im Moment die Freude darüber, dass ein altes und wichtiges Erinnerungsstück der Vereinsgeschichte nach so vielen Jahren „nach Hause zurückgekehrt ist“, wie es Martin Gräss auf den Punkt bringt.

Quelle: Günzburger Zeitung